Paussnitz Ring und Paußnitz Anhänger

Inhalt:

Geschichte

Der Paußnitz Ring wurde 1898 in Paußnitz, im heutigen Landkreis Riesa, Sachsen gefunden und war dann bis 2001 im Provinzialmuseum (jetzt Landesmuseum für Vorgeschichte) in Halle verschollen.
2001 wurde der Ring durch Dr. Arnold Muhl im Landesmuseum wiederentdeckt. Die Gelehrten haben seit dem über die Bedeutung der 12 Zeichen auf dem Silberring geforscht und einige Aspekte geklärt. Oft wird ein christlich-mystischer Text angeführt, der sich aus den 12 Zeichen ergeben soll.

Form

Der Silberring hat einen Innendurchmesser von ca. 19 mm, ist ca. 5 mm breit und aussen 12 eckig. Auf den 12 Flächen befindet sich jeweils ein Zeichen, welches vertieft graviert ist. Offensichtlich kam hierzu die Technik des Meisselns zur Anwendung. Die deutlich erkennbaren Bearbeitungsspuren lassen Rückschlüsse auf die Form des Meissels und den Zustand der Schneide zu.

Paussnitz Fingerring

Symbolik

Die Entschlüsselung der gesamten Zeichenfolge wurde aus archaeologischer Perspektive von Dr. Arnold Muhl, epigraphischer von Friedrich Ulf Röhrer-Ertl, germanistischer von Harald Saller und zahlenmagischer von Olav Roehrer-Ertl durchgeführt und kam zu dem Ergebnis, dass sie "naine mi XPS" also etwa "verneine mich Christus" oder "vernichte mich Christus" bedeuten soll. Dieser Satz wird im Kontext christlicher Vorstellungen als mystische Aussage interpretiert, die den Wunsch nach Auflösung des eigenen Ichs ausdrückt.
Dazu wird das Zeichen mit der Form eines Antiqua "T" als "A" interpretiert, ohne hierfür andere Gründe anzugeben, als dass sich nur so Sinn ergibt ...
Die Interpretation des Zeichens mit der Form eines "H" einer Antiqua Schrift als I anstatt als H, die auch vertreten wird, erscheint mir insofern unwahrscheinlich als der Graveur an die Serifen des I in Antiqua Schrift weitere Serifen angesetzt hätte um so das auf dem Ring befindliche Zeichen zu gravieren. Dazu müsste der Graveur den Unterschied zwischen einem H und einem I für unbedeutend gehalten haben oder mit den in Mitteleuropa damals gebräuchlichen Schriftzeichen und deren Ausschmückung nicht vertraut gewesen sein.
Es sind dem Vernehmen nach keine eindeutigen Hinweise auf die geografische Herkunft des Ringes bekannt. Leider ist es sehr aufwändig durch Analyse der Silberlegierung die Herstellung einem Ort oder zumindest einer Gegend zuzuordnen. Selbst wenn dies gelänge, wäre damit der Ort der Bearbeitung und der Kulturkreis des Graveurs noch nicht sicher festgestellt.
Es bleibt also zumindest die Frage warum ein "H" graviert ist, wo eigentlich ein "I" stehen sollte.
Die Begründung es handele sich um eine verschlüsselte Botschaft ist aus meiner Sicht grundsätzlich nicht zielführend. Denn damit lässt sich jeder Austausch von Zeichen begründen, letztendlich könnte man jede beliebige Zeichenfolge auf jede andere beliebige Zeichenfolge zurückführen, ja sogar auf eine Zeichenfolge mit einer anderen Anzahl von Einzelzeichen.
Die 12 gravierten Symbole ähneln teilweise heute gebräuchlichen Buchstaben, genauer Majuskeln von Grotesk- bzw. Antiquaschriften. Je nach Leserichtung können dies Z oder N, J, S, T, E und H sein.
Die anderen Zeichen sind ein senkrechtes (Krücken-)Kreuz, ein Andreaskreuz, ein Palmwedel, ein spiegelverkehrtes, kantiges S, ein S mit einem T verschlungen und ein weiteres welches einem spiegelverkehrtem R und L übereinandergelegt ähnelt. Diese Zeichen werden von manchen Autoren zum Teil als reine Dekoration angesehen, von anderen als Symbole religiöser oder magischer Bedeutung.
Im Internet finden sich viele mehr oder weniger fundierte Aussagen zur möglichen Bedeutung der einzelnen Zeichen oder der gesamten Zeichenfolge.
Eine denkbare Interpretation des Ringes mit seinen 12 Zeichen ist die, dass jedes Zeichen für eine kosmische Kraft oder ein geistiges Gesetz steht - ähnlich den 12 Aposteln, 12 Sternzeichen, den 12 Monaten oder anderen 12 er Systemen.
Der Ring wäre dann kein Träger einer Aussage, sondern das Abbild einer gedachten, empfundenen oder unmittelbar wahrgenommenen Ordnung. Auch eine Kosmogonie könnte durch die Anordnung der Symbole zum Ausdruck kommen. Dies deckt sich auch mit Wahrnehmungen mehrer medial begabter Menschen in meinem Bekanntenkreis.

Wirkung

Wer sich einen Ring anfertigen hat lassen und diesen am Finger trägt, verfolgt damit meist eine Absicht. Diese kann nach Innen und / oder nach Aussen gerichtet sein. Man kann sich z.B. schmücken, Aufmerksamkeit erwecken oder ein Verbindung erkennbar machen wollen. Diese Verbindung kann sich auf eine einzelne Person beziehen, wie es heute noch bei Eheringen gebräuchlich ist, oder auf eine Gemeinschaft. Diese kann diffus oder mehr oder weniger streng abgegrenzt sein (Oberschicht, Bildungsbürgertum, Zunft, Geheimorden). Sollte es sich, wie von mehreren Quellen gemutmaßt, um einen Templerring handeln, liegt es nahe, dass die Zeichenfolge in Bezug zu spiritueller Absicht und dem Grad der Einweihung steht und möglicherweise zugleich ein Erkennungszeichen war.
Bei Texten oder Symbolen, welche in einem spirituellen Kontext stehen, erschließt sich deren Inhalt oft nur aus der Perspektive eines inneren Bewusstseinsprozesses und kann ein Schlüssel zur Erlangung von weiteren Erkenntnissen sein.

Ausführungen

Fingerring

Ich fertige den Ring aus Gold oder Platin in der von Ihnen gewünschten Ringgröße an. Das Landesmuseum in Halle bietet eine einfache Replik aus Silber an.

Anhänger rund mit Innen-12-Kant

Ich fertige scheiben- bzw. donutförmige Anhänger aus verschieden Materialien und graviere sie mit der gleichen Technik von Hand mit der auch der Originalring graviert worden ist.
Hier ein Beispiel:

Paussnitz Anhänger

Preise

Anhänger aus Titan, wie auf Bild oder aus Messing 2 mm dick, innen 12 kantig oder aus Edelstahl 2,5 mm innen rund einschließlich gesetzlicher Mehrwertsteuer und versichertem Versand 62,00 Euro.

Weitere Ausführungen z.B. aus Silber, Gold oder Platin auf Anfrage.

Fingerring aus Gold oder Platin in Ihrer Ringgröße zwischen ca. 400,00 Euro und ca. 1200,00 Euro, je nach Legierung und Tageskurs des entsprechenden Metalls.
Gerne erstelle ich Ihnen ein Angebot.

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